Es ist MAERZ!

Im Kunsttempel findet ab 31. August 2018 in Kooperation mit unserer Stiftung die Ausstellung „Es ist MAERZ“ statt. Neun Künstlerinnen und Künstler zeigen im Rahmen eines gegenseitigen Besuchprogramms poetische Positionen. Die Ausstellung wird am 30. August mit einer Einführung von Ulrike Neumaier und Lesungen von Lisa Spalt und Christian Steinbacher eröffnet. Zur Museumsnacht am 1. September liest Jochen Krajewski Textpassagen von sechs MAERZ-Autorinnen und Autoren. Und am 11. September präsentiert der Dichter Franz-Josef Czernin seine soeben erschienenen Bände mit und zu Verarbeitungen von Grimms Märchen.

Auf dem schwarzen Sofa: Martin Maurach

Im Dichterhaus Brückner-Kühner fand am 24. Juli 2018 mit geladenen Gästen ein erster Abend in einer lockeren Reihe von Salongesprächen statt. Der Literaturwissenschaftler PD Dr. Martin Maurach erzählte auf dem schwarzen Sofa hochinteressant über Heinrich von Kleist. Insbesondere ging es darum, wie Kleist und vor allem sein dramatisches Werk vom Nationalsozialismus vereinnahmt wurden. Als vermeintlich ‚patriotischer‘ Dichter bot er dafür offenbar eine ideale Vorlage. Unter Hitler wurden Kleists Theaterstücke vor Autobahnarbeitern, Veteranen des Ersten und Frontsoldaten des Zweiten Weltkriegs gespielt. Aber auch manche Regimegegner und ins Exil Getriebene erkannten sich in seinen Gestalten wieder. Martin Maurach hat eine Sonderausstellung des Kleist-Museums in Frankfurt (Oder) über Kleist während der NS-Zeit wissenschaftlich vorbereitet. Zwei seiner Bücher behandeln dieses Thema. Derzeit lehrt er als DAAD-Lektor in Tschechien an der Schlesischen Universität von Opava. Der Privatdozent hält auch zweimal jährlich ein Kompaktseminar an der Universität Kassel ab und lebt in dieser Zeit als Gast im Dichterhaus Brückner-Kühner.

Förderpreis Komische Literatur 2019

41 Verlage – mehr als doppelt so viele wie in den letzten Jahren – haben jeweils eine Autorin oder einen Autor für den „Förderpreis Komische Literatur“ des Jahres 2019 vorgeschlagen. Der Stiftungsrat ist als Preisjury dabei, die ca. 54 eingereichten Werke aller Gattungen zu sichten um dann eine Entscheidung zu treffen. Diese wird voraussichtlich im Oktober bekannt gegeben.