Eugen Egner - Preisträger 2003

Eugen EgnerEugen Egner, geboren 1951 in Ingelfingen, gehört als Schriftsteller und Zeichner zu den seltenen ‚Doppelbegabten‘. Egner veröffentlichte Anfang der 70er Jahre erste Grafiken in HÖR ZU und zeichnete später für Die Sendung mit der Maus. Cartoons und Kurzprosa erschienen dann in Zeitungen wie Die Zeit und Zeitschriften wie Kowalski und Titanic; seine Bücher wurden bei Haffmans sowie Zweitausendeins publiziert. Nachdem er 1986 sein erstes Buch veröffentlichte (Als die Erlkönige sich Freiheiten herausnahmen) machte ihn 1991 das Tagebuch eines Trinkers endgültig berühmt. Es folgten zahlreiche weitere Prosabände, wie beispielsweise Aus der Welt des Menschen (2002) und, zusammen mit Harry Rowohlt aufgenommen, ein Hörbuch auf CD  (2002).

In der Begründung des Stiftungsrates heißt es: „Eugen Egner hat als Autor wie auch als Zeichner die Tradition der Groteske erneuert. Er ist ein Meister der Mesalliance und erfindet in einer unverbrauchten Bildersprache Welten aus Katastrophen und phantastischen Räuschen, aus monströsen Chimären, skurrilen Randfiguren und Extremisten der Trunksucht. Die schwarze Komik dieser Erzählkunst feiert den Idiotismus und vermag das Publikum damit zugleich zu entzücken und zu verstören. So hebt sich das Werk Eugen Egners auch deshalb vom Gros des Humors in Kunst und Unterhaltung ab, weil es konsequent das allgegenwärtige Bedürfnis blamiert, zu verdrängen oder zu verharmlosen, dass alles plötzlich auch ganz anders sein kann.“

Veröffentlichungen u.a.:

  • Aus dem Tagebuch eines Trinkers. Zürich: Haffmans 1991.
  • Als der Weihnachtsmann eine Frau war. Zürich: Haffmans 1992.
  • Der Universiumsstulp. Zürich: Haffmans 1993.
  • Getaufte Hausschuhe und Katen mit Blumenmuster. Leipzig: Reclam 1996.
  • Was geschah mit der Pygmac-Expedition? Greiz: Verlag Weißer Stein 1996.
  • Die Tagebücher des W.A. Mozart. Zürich: Haffmans 1998.
  • Androiden auf Milchbasis. Zürich: Haffmans 1999.
  • Die Eisenberg-Konstante. Zürich: 2001.
  • Aus der Welt der Menschen. Gesammelte Prosa und Bildergeschichten. Frankfurt a.M.: Zweitausendeins 2001.
  • Die Durchführung des Luftraums. Neue Kurzprosa. Frankfurt a.M.: Zweitausendeins 2002.
  • Gift Gottes. Frankfurt a.M.: Zweitausendeins 2003.
  • Nach Hause. Frankfurt a.M.: Zweitausendeins 2007.
  • Schmutz. Bellheim: Kuk 2008.
  • Eugen Egners bunte Welt des Frohsinns, Bd. 1. Münster: Monsenstein & Vannerdat, 2009.
  • Schnölb! Das kleine – aber feine – Eugen Egner Lesebuch. (Mit Heiko Arntz). Frankfurt a.M.: Eichborn 2011.

Daneben zahlreiche zeichnerische Publikationen.

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