Walter Hinck - Preisträger 1992

Walter HinckWalter Hinck wurde am 8.3.1922 in Selsingen (Niedersachsen) geboren und starb am 21.8.2015 in Landau in der Pfalz. Er machte 1940 sein Abitur in Berlin. Sein Studium an der Universität Göttingen schloss er 1956 mit einer Promotion zur Dramaturgie des späten Brecht ab. Von 1957 bis 1964 war er als wissenschaftlicher Assistent an den Universitäten Göttingen und Kiel tätig und habilitierte sich schließlich 1964 mit einer Schrift über das deutsche Lustspiel und die italienische Komödie in Kiel. Von 1964 bis zu seiner Emeritierung 1987 lehrte er als ordentlicher Professor an der Universität zu Köln. Als sein spezielles Arbeitsgebiet gilt die deutsche Literatur des 18. bis 20. Jahrhunderts. Seit 1974 schrieb er Literaturkritiken. Er war Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und des P.E.N. Deutschland.

Veröffentlichungen u. a.

  • Das deutsche Lustspiel des 17. und 18. Jahrhunderts und die italienische Komödie. Commedia dell’arte und Théâtre italien. Stuttgart: Metzler 1965.
  • Die deutsche Ballade von Bürger bis Brecht. Kritik und Versuch einer Neuorientierung. Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht 1968.
  • Das moderne Drama in Deutschland. Vom expressionistischen zum dokumentarischen Theater. Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht 1973.
  • Europäische Aufklärung. Wiesbaden: Aula-Verlag 1974.
  • Vom Ausgang der Komödie. Exemplarische Lustspielschlüsse in der europäischen Literatur. Opladen: Westdeutscher Verlag 1977.
  • (Hg.) Die deutsche Komödie. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Düsseldorf: Bagel 1977.
  • Von Heine zu Brecht. Lyrik im Geschichtsprozess. Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1978.
  • (Hg.) Sturm und Drang. Frankfurt a.M.: Athenäum 1978.
  • (Hg.) Geschichte im Gedicht. Texte und Interpretationen. Protestlied, Bänkelsang, Ballade, Chronik. Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1979.
  • (Hg.) Handbuch des deutschen Dramas. Düsseldorf: Bagel-Verlag 1980.
  • Goethe – Mann des Theaters. Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht 1982.
  • (Mit Reinhold Grimm) Zwischen Satire und Utopie. Zur Komiktheorie und zur Geschichte der europäischen Komödie. Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1982.
  • Germanistik als Literaturkritik. Zur Gegenwartsliteratur. Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1983.
  • Das Gedicht als Spiegel der Dichter. Zur Geschichte des deutschen poetologischen Gedichts. Opladen: Westdeutscher Verlag 1984.
  • Die Wunde Deutschland. Heinrich Heines Dichtung im Widerstreit von Nationalidee, Judenemanzipation und Antisemitismus. Frankfurt a.M.: Insel 1990.
  • Walter Jens. Un homme de lettres. Zum 70. Geburtstag. München: Kindler 1993.
  • Magie und Tagtraum. Das Selbstbild des Dichters in der deutschen Lyrik. Frankfurt a.M.: Insel 1994.
  • Geschichtsdichtung. Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht 1995.
  • (Hg.) Goethe für Gestresste. Ausgewählte Texte. Frankfurt a.M.: Insel 1997.
  • Im Wechsel der Zeiten. Leben und Literatur. Bonn: Bouvier 1998.
  • Literatur als Gegenspiel. Essays zur deutschen Literatur von Luther bis Böll. Tübingen: Klöpfer und Meyer 2001.
  • „Zerbrochene Harfe“. Die Dichtung der Frühverstummten. Georg Heym und Georg Trakl. Bielefeld: Aisthesis 2004.
  • Selbstannäherungen. Autobiographien im 20. Jahrhundert von Elias Canetti bis Marcel Reich-Ranicki. Düsseldorf/Zürich: Artemis & Winkler 2004.
  • Roman-Chronik des 20. Jahrhunderts. Eine bewegte Zeit im Spiegel der Literatur. Köln: DuMont 2006.
  • Wahrnehmung des Lebens: Vom Schreiben im Nebenberuf. Die Erzähler Erwin Wickert, Hans Graf von der Goltz und Bernhard Schlink. Bonn: Bouvier 2008.
  • Die letzten Tage in Berlin. Drei Erzählungen. Nachwort von Ulla Hahn. Bonn: Bouvier 2011.
  • Gesang der Verbannten. Deutschsprachige Exillyrik von Ulrich von Hutten bis Bertolt Brecht. Stuttgart: Reclam 2011.
  • Jahrgang 1922. Biographische Skizzen. Bonn: Bouvier 2011.
  • Wenn aus Liebesversen Elegien werden. Über verlorene Illusionen. Zehn Erzählungen. Bonn: Bouvier 2015.